Wastelandhunde

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Wastelandhunde

Wastelandhunde

Überblick

Wastelandhunde sind verwilderte Hunde, die sich an Staub, Aas, verrottende Randzonen, Schutthänge und trockene Ruinen angepasst haben. Sie gehören zu den häufigsten und gefährlichsten Raubtieren der offenen Wasteland: nicht gross genug, um Eindruck zu machen, aber zäh genug, um fast jeden Fehler auszunutzen.

Ein einzelner Wastelandhund ist ein Störer. Ein Rudel ist ein Problem. Vor allem nachts.

Erscheinung & Stil

Wastelandhunde sind mager, narbig und zerrupft. Viele haben kahle Stellen, staubverkrustete Haut, schief verheilte Brüche oder Fellinseln, die wie ausgedorrter Filz am Leib kleben. Ihre Farben reichen von sandigem Braun bis zu schmutzigem Grau; manche wirken fast weiss vor Staub, andere rostig rot oder teerschwarz von Ruß und altem Dreck.

Die Augen sind oft trüb oder unterschiedlich gefärbt, die Gebisse kaputt, aber gefährlich. Sie sehen nicht aus wie edle Jäger, sondern wie Tiere, die gelernt haben, dass Dreck, Hunger und Krankheit nur dann gewinnen, wenn man zürst aufgibt.

Ziele & Verhalten

Wastelandhunde folgen:

  • Blut
  • Fäulnis
  • Angstschweiss
  • Müll
  • offener Nahrung
  • schlecht vergrabenen Toten
  • schwachen, langsamen oder verletzten Bewegungen

Sie bewegen sich erstaunlich sicher durch Geröll, Dünenkanten, ausgebrannte Straßengräben, Trümmer und lockeren Schutt. Gute Rudel folgen einem Lager oder einer Karawane tagelang, ohne sichtbar zu werden. Sie warten nicht auf den offenen Kampf, sondern auf den falschen Schritt, den Nachzügler, das kranke Reittier oder die Nacht ohne Feuer.

Besonderheiten

Aasnase

Wastelandhunde finden tote, sterbende oder verletzte Dinge schneller als viele Menschen. In offenen Ruinengebieten, an Trassen und in trockenen Senken sind sie häufig die ersten, die einen frischen Kadaver, ein verlassenes Lager oder eine missglückte Bergung entdecken.

Darum gilt in manchen Gebieten:

Wenn die Wastelandhunde schon da sind, bist du nicht der Erste.

Schutttritt

Trotz ihres elenden Aussehens können sich Wastelandhunde sicher durch Gelände bewegen, das für Menschen und viele andere Tiere zur Falle wird:

  • Geröllhänge
  • Dünenrinnen
  • eingestürzte Bodenplatten
  • Schuttrinnen
  • lose Asphaltkanten

Sie finden feste Tritte in losem Schutt fast instinktiv. Wer vor ihnen flieht und dabei das Gelände nicht lesen kann, verliert.

Fäulnisbiss

Wastelandhunde sind nicht wegen reiner Kraft gefährlich, sondern wegen dem, was mit ihren Bissen kommt. Ihr Speichel, ihre Zähne und ihr Fell tragen Schmutz, Bakterien, Aasreste und feinen Giftstaub.

Ein Biss bedeutet oft:

  • Entzündung
  • Fieber
  • Eiter
  • Schwächung
  • im falschen Gebiet auch Staub- oder Chemievergiftung

Viele sterben nicht am Angriff, sondern an den Tagen danach.

Lagerfolger

Wastelandhunde folgen Unordnung. Wer seinen Lagerplatz schlampig führt, zieht sie fast sicher an:

  • offene Essensreste
  • Blutlachen
  • unverbrannter Müll
  • ungesicherte Kadaver
  • schmutzige Verbandsreste

Dadurch wirken sie fast wie ein biologisches Strafsystem für schlechte Disziplin.

Fähigkeiten & Stärken

  • starke Orientierung an Geruch, Fäulnis und Schwäche
  • gute Bewegung in Schutt-, Trassen- und Ruinengelände
  • Rudeljagd mit Geduld statt offener Konfrontation
  • hohe Zähigkeit trotz Verletzungen, Parasiten und Mangel
  • Bisse mit starkem Infektions- und Verschleppungsrisiko

Schwächen

  • offenes Feuer, Lärm und entschlossene Gegenwehr halten viele Rudel auf Distanz
  • saubere, trockene und gut gesicherte Lager schrecken sie ab
  • sie meiden starke Kälte, nackte Betonflächen und lange offene Strecken ohne Deckung
  • ein getötetes Leittier kann ein Rudel kurzzeitig desorganisieren

Rolle in der Doomsday-Welt

Wastelandhunde sind das, was aus dem besten Freund des Menschen wird, wenn niemand mehr Verantwortung trägt. Sie reinigen die Randzonen von Resten, halten Druck auf schwache Siedlungen und bestrafen Schlamperei fast zuverlässiger als viele Fraktionen.

Für manche sind sie Plage. Für andere Alarmanlage. Für wieder andere billige Naturgewalt.

Relevante Orte

  • Sumpf-Festung: streunen an staubigen Zufahrten, Müllrinnen und trockenen Randwegen rund um Hillbilly-Gebiete.
    Sumpf-Festung
  • Grünbrand-Senke: folgen Kadavern, Hitzeinseln und Randlagern an der Senke.
    Grünbrand-Senke
  • Dornacker: jagen an Feldrändern, Gräben und verlassenen Ernteplätzen.
    Dornacker
  • Der Hafen: fressen an Kadavern, Schrottkanten und weggeworfenen Fangresten.
    Der Hafen
  • Randbereiche von Handelsposten: besonders dort, wo Müll, Blut oder Schlachtabfälle nicht sauber entsorgt werden.
    Handelsposten

Beziehungen zu Fraktionen

Hillbillys

Manche Hillbilly-Clans dulden Wastelandhunde in Lagernähe, füttern sie mit Resten oder lesen ihr Verhalten wie einen Aussenalarm. Wenn die Hunde plötzlich verschwinden oder in eine Richtung starren, nimmt das selbst ein besoffener Clan ernst.

Hardliner

Hardliner respektieren Wastelandhunde auf die widerwillige Art, auf die man nur etwas respektiert, das sich trotz Dreck und Elend nicht klein kriegen lässt. Die meisten schiessen sie trotzdem, wenn sie zu nahe kommen.

Geocacher

Geocacher hassen Wastelandhunde, weil frische Gräben, geöffnete Caches und hastig vergrabene Reste oft ganze Rudel anziehen. Nichts ist schlimmer als ein Fund, den man gegen Zähne verteidigen muss.

Maker

Maker sehen in ihnen vor allem ein Hygieneproblem an Lagerrändern, Schlachthöfen und Karawanenstationen. Gute Posten halten Müll strikt geschlossen - auch wegen der Hunde.

Zeros

Zero-Routen dulden keine Wastelandhunde in Nähe sauberer Versorgungskorridore. Ein auftauchendes Rudel gilt dort als Zeichen, dass irgendwo Wartung, Abschottung oder Leichenentsorgung versagt hat.

Stimmen aus der Wasteland

"Wenn die Hunde dir folgen, hast du schon zu viel liegen lassen."