
Retro-Weidenrinden-Sud
Ein Retrosud gegen dumpfen Schmerz, Fieber und Erschöpfung. Kein schneller Kick, sondern langsame Linderung für Leute, die dem Körper noch zutrauen, sich selbst zu sortieren.
Materialien & Herkunft
- zwei Finger lange Stücke frische oder getrocknete Weide-Rinde, von Uferweiden oder Sumpfrändern
- ein kleiner Griff Brennnesseln, aus sauberen Randböden
- ein kleiner Griff Beifuss, für Bittere und Lagerwirkung
- ein bis zwei Becher Wasser
- optional etwas Brombeere, wenn die Bittere gebrochen werden soll
Herstellung und Anwendung
Die Weidenrinde klein schaben oder brechen und mit Wasser langsam aufkochen. Brennnessel und Beifuss erst später dazugeben, damit sie nicht totgekocht werden. Wer Brombeeren hat, wirft nur wenige hinein, mehr für den Geschmack als für die Wirkung.
Der Sud soll lange ziehen, bis die Brühe dunkel und deutlich bitter wird. Danach langsam in kleinen Schlucken trinken, nicht als schnellen Stoß. Retros setzen auf mehrere kleine Gaben über Stunden statt auf eine große.
Er hilft eher bei ziehendem Schmerz, Fieberdruck und allgemeiner Mattigkeit als bei offenen Katastrophen. Dafür ist er vergleichsweise verlässlich, solange die Pflanzen sauber gesammelt wurden.