Pilgerverband Null-Sieben

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Pilgerverband Null-Sieben

Pilgerverband Null-Sieben

Ein Ordensverband für geordnete Versorgung: sauber geschichtet, bitter behandelt und mehr auf Stabilität als auf Komfort ausgelegt. Manche Pilger nennen ihn die liturgische Antwort auf schlechte Wundränder.

Materialien & Herkunft

  • mehrere Streifen sauberer Stoff, gern ausgekocht und trocken gehalten
  • eine dünne Bitterauflage aus Beifuss und leicht zerdrücktem Wilder Hopfen
  • eine kleine Hand voll Fasermaterial aus Brennnesseln oder anderem Pflanzenstoff als Saugkern
  • möglichst gereinigtes Wasser aus Wasserfiltern
  • dünne Draht- oder Faserbindung zum Fixieren an Armen, Beinen oder Rippen

Herstellung und Anwendung

Die Stoffstreifen werden zuerst sauber gelegt und, wenn möglich, mit heißem Wasser gespült. Die Bitterauflage aus Beifuss und Hopfen wird nur leicht angefeuchtet und zwischen zwei dünne Lagen gesetzt. Dahinter kommt die saugende Faserlage.

Angelegt wird der Verband immer in geordneter Schichtung: Wunde oder gereizte Stelle reinigen, Bitterauflage auflegen, Saugkern darüber, dann mit Stoff und Faser fixieren. Der Orden legt großen Wert darauf, dass Verbände nicht schlampig sitzen, weil Nachlässigkeit für sie schon nahe an Korruption grenzt.

Der Verband kann Blutung, Nässen und Schmutzeintrag mindern. Er heilt nicht auf Wunderart, aber er hält den Schaden lesbar und den Patienten beweglich.