
Kaliber 50
Ehemals "Geleitzoll". Eine schwer befestigte Bar, gebaut in und um einen alten Panzer-Hangar. Der Tresen besteht aus einer Panzerkette. Hier trinken die, die vom Töten leben.
Lage
An einer strategischen Engstelle einer Hauptroute. Man muss durch die Bar, um sicher weiterzukommen – oder man zahlt den "Zoll" (einen Drink für die Wachen).
Lage & Architektur
- Bunker darunter: Die Bar hat einen Bunker im Untergrund.
- Außenwirkung: Unspektakulär, halb verfallen, wirkt verlassen.
- Innen: Stahlträger, Beton, Neonröhren, Zigarettenrauch in Lichtkegeln.
- Soundkulisse: Leise Synthwave aus einem alten Kassettendeck.
- Beleuchtung: Viel Schatten. Spotlights nur auf Arbeitsflächen.
Zuordnung
Schwerpunkt / Was es gibt
- Drinks: "Schmieröl" (Starkbier), "Mündungsfeuer" (Chili-Schnaps).
- Aufträge: Das "Schwarze Brett" für Söldner-Jobs, Eskorten, Kopfgeldjagden.
- Waffenbörse: Unter dem Tisch werden Waffen und Munition gehandelt.
- Schutz: Wer hier drin ist, ist sicher (solange er keinen Streit anfängt).
Wer sich aufhält
- Dominant: Söldner, Hardliner, Furry-Bot-Piloten (ohne Anzug, meistens)
- Gäste: Händler auf der Suche nach Schutz, Mutige
- Unerwünscht: Zeros (zu arrogant), Looper (zu weich)
Musik & Auftritte
Wenn Kaliber 50 voll ist, laufen härtere Sender-Mitschnitte oder Live-Sets aus dem Stranded-Stranglers-Katalog, vor allem von Rostköter. Die Band spielt hier regelmäßig kompakte, aggressive Nachtsets für Hardliner, Söldner und Karawanenfahrer.
Gerade solche Konzerte sind im Kaliber 50 ein echter Grund zum Feiern. Ein Rostköter-Auftritt kann den Laden für ein paar Stunden von Auftragsbar, Waffenbörse und Drohkulisse in etwas verwandeln, das fast schon an alte Nachtkultur erinnert - nur mit mehr Staub, mehr Narben und deutlich schlechteren Entscheidungen.
Stranded Stranglers schaltet dafür regelmäßig Ticket-Spots bei Doomsday Radio. Wer im Sender eine „enge Nacht, kurzer Weg zum Ärger" angekündigt hört, weiß meist, dass im Kaliber 50 wieder Karten gegen Killcoins getauscht werden.
Typische Gefahren
- Schlägereien: Gehören zum guten Ton.
- Waffen: Jeder ist bewaffnet. Die Sicherung sitzt locker.
- Alkohol: Wer betrunken redet, verrät Geheimnisse.
Besonderheiten vor Ort
Kernbereiche
Die Werkbank-Zone
- Metalltische mit Schraubstöcken
- Waffenreinigungskits
- Ersatzteile in beschrifteten Metallkisten
- Schweißgerät, Funkenflug
- Alte Blaupausen an der Wand
Niemand hilft. Man arbeitet schweigend nebeneinander.
Die Informationsecke
- Wand voller Karten mit Stecknadeln und Fäden
- Münztelefon mit Direktleitung zu dubiosen Kontakten
- Kurzwellenfunkgerät
- Faxgerät, das gelegentlich mysteriös losrattert
- Zeitungsarchive in Kisten
Infos bekommt man anonym gegen Bargeld.
Die Garage
- Kaputte Muscle Cars (Charger, Camaro, Mustang)
- Eine staubige Enduro
- Ein alter Helikopter auf dem Dach (zerstört)
- Benzingeruch
- Ersatzreifen
Der Trainingsbereich
- Sandsäcke
- Klimmzugstange aus Stahl
- Messerwurfscheiben
- Schießstand im Keller
- Ein rostiger Käfig für Sparring
Kein Trainer. Keine Regeln.
Der Tresen
- Ein wortkarger Barkeeper
- Whiskey. Schwarz. Ohne Eis.
- Keine Smalltalks
- Barhocker aus Metall
- Flackerndes Neon-Bierschild
Hier sitzt man allein. Maximal ein Nicken.
Persönliche Spinde
- Jeder hat einen anonymen Spind
- Nur Nummern, keine Namen
- Darin: Ersatzkleidung, alte Fotos, Erkennungsmarken
- Manche Spinde seit Jahren unberührt
Niemand fragt, wem welcher gehört.
Stil-Elemente, die nicht fehlen dürfen
- Ventilator mit quietschendem Lager
- Altes Röhrenfernsehgerät mit Nachrichten über Militärputsche
- Wände mit Einschusslöchern
- US-Flagge irgendwo im Hintergrund
- Ein Dobermann, der nur auf den Barkeeper hört
- Zeitkapsel-Tech: ein alter Arcade-Automat, der nur „DEAD AIR“ zeigt
- Neon-Totem: flackerndes Schild „HARDLINER ’84“ als ironisches Relikt
Das unausgesprochene Gesetz
- Keine Fragen zur Vergangenheit
- Keine Allianzen
- Keine Rettungsaktionen
- Man schuldet sich nichts
Aber: Wenn draußen die Hölle losbricht, stehen plötzlich doch mehrere nebeneinander. Ohne Absprachen.
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