Maker

Die Maker sind Bastler, Tüftler und Tech-Händler der Wasteland.

Im Alltag schlafen normale Maker meist improvisiert: eher wie in einem dauerhaften Camp als in sauber gebauten Wohnungen, aber oft trotzdem innerhalb fester Mauern, Werkhöfe, Lagerhallen oder halb gesicherter Ruinenräume. Entscheidend sind Trockenheit, Nähe zu Werkzeug, etwas Wärme und die Möglichkeit, nachts nicht komplett ungeschützt zu liegen.

Sie leben dabei selten in nur einer klaren Sozialform. Für normale Maker ist der Alltag meist eine Mischform aus kleiner Werkfamilie, zeitweise wechselnden Crews, halbprivaten Schlafplätzen und größeren Werkhof- oder Handelspostenstrukturen. Privatheit existiert, bleibt aber fast immer in Arbeitszusammenhänge eingebettet.

Auch Besitz ist bei ihnen selten rein individuell oder völlig kollektiv. Typisch ist eine Mischform aus Privatwerkzeug und Werkhofbestand: persönliche Lieblingsstücke, angepasste Werkzeuge und selbst umgebaute Geräte gelten als Teil der eigenen Person, während schweres Gerät, Vorräte, Ersatzteile und Gemeinschaftsbestände meist an Werkhof, Crew oder Posten gebunden sind.

Als wirkliche Schande gilt bei normalen Makern nicht zuerst das Scheitern, sondern Werkzeug oder Wissen aus Egoismus verrotten zu lassen, obwohl man helfen könnte. Wer etwas Nutzbares absichtlich zurückhält, eine reparierbare Sache aus Stolz sterben lässt oder Wissen so hortet, dass am Ende alle ärmer, schwächer oder abhängiger werden, verletzt den Kern maker-naher Moral weit stärker als jemand, der mutig improvisiert und dabei scheitert.

Als echter Erfolg gilt dagegen, etwas am Laufen zu halten, das eigentlich schon hätte sterben müssen, und damit anderen zu nützen. Respekt entsteht für Maker weniger aus schönem Entwurf als aus funktionierender Improvisation: wenn wegen dir ein Generator weiterläuft, ein Funkknoten hält, ein Fahrzeug noch fährt oder ein Posten nicht ausfällt, dann zählt das.

Um Alte und Kranke kümmern sich Maker ebenfalls in einer Mischform: teils über Werkfamilien und enge Bezugspersonen, teils über Werkhöfe, gemeinsame Infrastruktur und den schlichten Respekt davor, dass Erfahrung, Gedächtnis und überlebte Improvisation selbst dann noch Wert haben, wenn der Körper längst nachgibt.

Alte Maker werden möglichst lange durch Teile, Schienen, Exoskelette und Werkstattumbauten aufrecht gehalten. Dahinter steckt nicht nur Nützlichkeit, sondern echter Respekt vor Wissen, Erfahrung und überlebter Improvisationskunst.

Maker-Kinder haben meist viel Freiheit, wachsen aber in einem Umfeld von dauerhaft technikbegeisterten Menschen auf. Werkzeuge, halbfertige Geräte, Kabel, Motoren, Schrottfunde und Improvisationsideen gehören für sie selbstverständlich zum Alltag. Auch ohne strenge Linie werden sie dadurch früh an Basteln, Reparieren und technisches Denken herangeführt. Im sozialen Umgang gelten sie als eher frei und zugleich stark beschützt: Sie dürfen viel sehen, anfassen und lernen, stehen aber unter genauer, oft stiller Wachsamkeit der Werkfamilien und Höfe.

Untergruppen

Kanon-Hinweis

In der Schrauberkapelle steht die Götzenstatü Makey Mc Makeface.